Elektroauto oder Verbrenner Rechner (Jahre bis zur Amortisation)
LiveElektroautos kosten in der Anschaffung meist mehr als vergleichbare Verbrenner, sind aber günstiger im Laden und in der Wartung. Der Punkt der Amortisation ist die Zahl der Jahre, bis die kumulierte Ersparnis bei Energie und Wartung den Mehrpreis ausgleicht. Die Rechnung hängt von drei großen Größen ab: wie viele Kilometer Sie im Jahr fahren, dem Verhältnis von Kraftstoff zu Stromkosten in Ihrer Region und dem konkreten Fahrzeugpaar, das Sie vergleichen.
Dieser Rechner erfasst die Preise eines Elektroautos und eines vergleichbaren Verbrenners, Ihre Jahresfahrleistung, den Verbrauch des Verbrenners, den aktuellen Kraftstoffpreis, den Energieverbrauch des Elektroautos, Ihren Haushaltsstrompreis und die jährlichen Wartungsschätzungen für beide. Er gibt die Jahre bis zur Amortisation des Mehrpreises aus, dazu die jährliche Ersparnis bei Energie und Wartung. Die Eingabefelder verwenden technisch die Einheiten Meile, Gallone und Wattstunde pro Meile; rechnen Sie Ihre Werte aus dem metrischen System um, etwa 7 Liter auf 100 Kilometer oder 17 Kilowattstunden auf 100 Kilometer.
Eine grobe Plausibilitätsprüfung mit deutschen Preisen: Ein Elektroauto für 45.000 € gegen einen vergleichbaren Verbrenner für 32.000 €, 15.000 Kilometer im Jahr, ein Verbrenner mit 7 Litern auf 100 Kilometer bei 1,75 € je Liter und ein Elektroauto mit 17 Kilowattstunden auf 100 Kilometer bei 0,35 € je Kilowattstunde amortisiert sich in etwa 10 bis 13 Jahren. Mehr Kilometer verkürzen die Amortisation anteilig. Höhere Kraftstoffpreise beschleunigen sie deutlich. Höhere Strompreise verlangsamen sie spürbar. Eine Kaufprämie, sofern verfügbar, verkürzt die Amortisation je nach Szenario um ein bis drei Jahre.
Der Rechner berücksichtigt nicht den Zeitwert des Geldes auf den Mehrpreis, da 13.000 € mehr heute schlechter sind als 13.000 € Ersparnis über zehn Jahre, selbst wenn die nominalen Zahlen sich ausgleichen. Ebenso wenig Unterschiede bei der Versicherung, da Elektroautos wegen höherer Reparaturkosten oft teurer in der Deckung sind, oder Unterschiede beim Wiederverkaufswert, dessen Verlauf für viele Modelle noch nicht gefestigt ist. Für ein vollständigeres Bild rechnen Sie mit dem Rechner und addieren im Kopf ein bis zwei Jahre für den Zeitwert und ziehen modellspezifische Wiederverkaufsdaten heran.
Frequently asked questions
Nein, nicht direkt. Um sie zu berücksichtigen, ziehen Sie den Förderbetrag vor der Berechnung vom Preis des Elektroautos ab. Die bundesweite Kaufprämie, der Umweltbonus, wurde in Deutschland Ende 2023 eingestellt; eine pauschale Bundesförderung für Privatkäufer gibt es seither nicht mehr. Geblieben sind die Kfz Steuerbefreiung für reine Elektroautos sowie regionale Programme. Prüfen Sie die aktuell verfügbaren Programme in Ihrem Bundesland.
Was in die Berechnung der Amortisation einfließt
Der Rechner vergleicht die gesamten jährlichen Betriebskosten aus Energie und Wartung für beide Fahrzeuge und teilt dann den Mehrpreis durch die jährliche Ersparnis, um die Jahre bis zur Amortisation zu erhalten. Die jährlichen Kraftstoffkosten des Verbrenners ergeben sich aus der Fahrleistung, dem Verbrauch und dem Kraftstoffpreis. Beim Elektroauto sind es die Fahrleistung mal Verbrauch je Strecke mal Strompreis. Bei der Wartung zählt die Differenz der jährlichen Schätzungen.
Die Unterschiede bei der Wartung sind real und spürbar. Elektroautos haben weit weniger bewegliche Teile: kein Ölwechsel, kein Getriebeservice, keine Zündkerzen, keine Abgasanlage, und die Bremsbeläge halten dank Rekuperation deutlich länger. Wartung an Batterie und Elektromotor ist in den ersten 8 bis 10 Jahren praktisch null. Der Reifenverschleiß ist ähnlich, beim Elektroauto wegen des Gewichts leicht höher. Typische Wartungskosten liegen beim Elektroauto bei 250 € bis 450 € im Jahr gegenüber 800 € bis 1.200 € beim vergleichbaren Verbrenner.
Die Unterschiede bei den Energiekosten sind groß und hängen vom Preisverhältnis ab. Bei 1,75 € je Liter und 0,35 € je Kilowattstunde liegen die Kosten je 100 Kilometer bei rund 12 € für einen Verbrenner mit 7 Litern auf 100 Kilometer und bei rund 6 € für ein Elektroauto mit 17 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Das Verhältnis von etwa 2 zu 1 bedeutet, dass das Elektroauto rund 6 € je 100 Kilometer spart, also rund 900 € im Jahr bei 15.000 Kilometern. Höhere Kraftstoffpreise oder niedrigere Strompreise vergrößern den Abstand; sehr hohe Strompreise über 0,45 € je Kilowattstunde verkleinern ihn deutlich.
Förderungen für Elektroautos
Die staatliche Kaufprämie für Elektroautos, in Deutschland als Umweltbonus bekannt, wurde Ende 2023 eingestellt; eine pauschale Bundesförderung für Privatkäufer gibt es seither nicht mehr. Geblieben sind die Befreiung von der Kfz Steuer für reine Elektroautos für mehrere Jahre ab Erstzulassung sowie regionale Programme und Vergünstigungen einzelner Hersteller, die je nach Region und Modell 1.000 € bis 5.000 € ausmachen können.
Dieser Rechner zieht keine Förderung vom Preis des Elektroautos ab; wenn Sie eine erhalten, ziehen Sie den Betrag vom eingegebenen Kaufpreis ab. Die Voraussetzungen hängen von Region, Programm und Modell ab. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuell verfügbaren Programme in Ihrem Bundesland.
Wo die Amortisation knapp wird
Drei Szenarien führen zu einer langsamen oder ausbleibenden Amortisation. Erstens Wenigfahrer unter 9.000 Kilometern im Jahr. Die Energieersparnis ist proportional zur Strecke, daher amortisiert es sich bei geringer Fahrleistung langsam. Zweitens hohe Strompreise über 0,45 € je Kilowattstunde, etwa bei ungünstigen Tarifen. Drittens der Vergleich eines Elektroautos mit einem sparsamen Hybrid statt mit einem reinen Verbrenner. Ein Hybrid mit 4 Litern auf 100 Kilometer gegen ein Elektroauto bei hohem Strompreis amortisiert sich allein über die Energie womöglich nie; der Vorteil des Elektroautos ist dann ökologisch und nicht finanziell.
Umgekehrt ist der Vorteil des Elektroautos am größten, wenn die Fahrleistung hoch ist, etwa bei Pendlern, wenn die Kraftstoffpreise hoch sind, wenn der Strom günstig ist, etwa bei Nachtstrom, oder wenn der Vergleich gegen einen durstigen SUV läuft.
Überlegungen zur Ladeinfrastruktur
Der Rechner unterstellt das Laden zu Hause zum Haushaltsstrompreis. Die Realität ist vielschichtiger. Wer keinen eigenen Ladepunkt hat, etwa Mietende ohne Stellplatz, ist auf öffentliches Laden angewiesen, das 0,50 € bis 0,80 € je Kilowattstunde am Schnelllader kosten kann und damit den Großteil der Energieersparnis aufzehrt.
Wer zu Hause lädt, erzielt die berechnete Ersparnis, muss aber unter Umständen eine Wallbox installieren, die je nach Aufwand zwischen 800 € und 2.000 € kostet. Manche Versorger bieten Tarife mit sehr günstigem Nachtstrom, der den Kostenvorteil weiter vergrößert, wenn Sie über Nacht laden.
Für eine genaue Planung berücksichtigen Sie Ihre konkrete Ladesituation. Die Voreinstellung des Rechners ist für Fahrer mit eigener Wallbox zu üblichen Haushaltspreisen angemessen.
Was dieser Rechner nicht berücksichtigt
Staatliche und regionale Förderungen, die Sie gegebenenfalls vom Preis des Elektroautos abziehen. Den Zeitwert des Geldes auf den Mehrpreis. Unterschiede bei der Versicherung, da Elektroautos wegen Reparaturkosten und Teileverfügbarkeit oft teurer sind. Kosten für einen Batteriewechsel, der selten, aber real ist; übliche Batteriegarantien laufen über 8 Jahre oder 160.000 Kilometer, ein Wechsel außerhalb der Garantie kostet im Bedarfsfall 8.000 € bis 20.000 €. Unterschiede beim Wiederverkaufswert, der für viele Modelle noch nicht gefestigt ist. Die Installationskosten einer Wallbox. Die Kosten für öffentliches Laden bei Fahrern ohne eigenen Ladepunkt. Den ökologischen Nutzen, der nicht in der finanziellen Rechnung steckt. Für einen umfassenden Vergleich rechnen Sie mit dem Rechner und ergänzen Förderung, Wallbox und Ihre konkrete Lademöglichkeit. Alle Ergebnisse von WhatIP sind Schätzungen und keine Finanzberatung.