Lohnrechner Schweiz 2025: Nettolohn berechnen (Bundessteuer + AHV/ALV)
Live- Estimates use 2025 CH tax tables. Consult a tax professional before filing.
In der Schweiz liegen zwischen deinem Bruttolohn und dem Nettolohn drei Steuerschichten, die unabhängig voneinander funktionieren: die direkte Bundessteuer, die kantonale Einkommenssteuer (Kantonssteuer) und die Gemeindesteuer. Der Bundesanteil ist im internationalen Vergleich klein, der höchste Grenzsteuersatz beträgt nur 11,5 Prozent. Der kantonale und der kommunale Anteil schwanken dagegen stark je nach Wohnort und können den Bundesbetrag verdoppeln oder verdreifachen. Zusammengerechnet reichen die Sätze aus Bund, Kanton und Gemeinde von rund 13 Prozent in Zug bis über 40 Prozent in der Waadt oder in Genf bei hohen Einkommen.
Dieser Rechner deckt ausschliesslich die direkte Bundessteuer ab, dazu die beiden wichtigsten Sozialabgaben der Arbeitnehmenden: AHV/IV/EO (Alters- und Hinterlassenenversicherung, Invalidenversicherung, Erwerbsersatzordnung) mit 5,3 Prozent auf dem gesamten Lohn sowie die ALV (Arbeitslosenversicherung) mit 1,1 Prozent bis zur Obergrenze von CHF 148'200. Die Kantons- und Gemeindesteuer kommen in einer kantonsweisen Unterseiten-Welle dazu; vorerst zeigt der Rechner nur Bundessteuer plus Bundes-Sozialversicherung.
Eine grobe Plausibilitätsprüfung: Eine ledige Person in Zürich mit CHF 100'000 Bruttolohn zahlt rund CHF 1'800 direkte Bundessteuer, dazu CHF 5'300 AHV/IV/EO und CHF 1'100 ALV. Das ergibt vor Kantons- und Gemeindesteuer einen Nettolohn von etwa CHF 91'800. Sobald die Zürcher Kantons- und Gemeindesteuer hinzukommen (auf diesem Niveau typischerweise 10 bis 15 Prozent des steuerbaren Einkommens), sinkt der reale Nettolohn auf rund CHF 78'000 bis CHF 82'000. Die Berechnung der Bundessteuer ist über alle Kantone hinweg gleich; der kantonale Teil ist es, der die Schweizer Steuer so stark vom Wohnort abhängig macht. Alle Zahlen sind Schätzwerte zur Orientierung, keine Steuerberatung.
Frequently asked questions
Die direkte Bundessteuer ist in der Schweiz klein (Höchst-Grenzsteuersatz 11,5 Prozent) gegenüber der Kantons- und der Gemeindesteuer. Der grösste Teil deiner Schweizer Einkommenssteuer stammt aus der Kantons- und Gemeindesteuer, die von deinem Wohnkanton und vom Gemeindesteuerfuss bestimmt wird. Dieser Rechner deckt nur den Bund ab; kantonsweise Unterseiten mit den vollständigen Kantonstarifen folgen in einer späteren Unterwelle.
So funktioniert die direkte Bundessteuer
Die direkte Bundessteuer folgt einem mehrstufigen, progressiven Tarif (Grundtarif für Ledige). Er beginnt bei 0 Prozent unterhalb von CHF 17'800 steuerbarem Einkommen und erreicht oberhalb von CHF 176'000 den Höchstsatz von 11,5 Prozent. Der Tarif hat zehn Stufen, und der Grenzsteuersatz steigt schrittweise an. Der Rechner bildet diesen Tarif mit zehn Stufen nach, die an jeder Schwelle den offiziellen Sätzen entsprechen; kleine Rundungsdifferenzen innerhalb einer Stufe liegen im Bereich weniger Franken.
Die Bundessteuer ist klein gegenüber dem kantonalen und dem kommunalen Anteil, dafür gilt sie schweizweit einheitlich, unabhängig vom Wohnort. Die grosse Streuung der Schweizer Einkommenssteuer stammt vom kantonalen Tarif (in den meisten Kantonen der Tarif für Staats- und Gemeindesteuern) und vom Steuerfuss der Gemeinde, der von 60 Prozent des Kantonstarifs in steuergünstigen Gemeinden bis zu 130 Prozent und mehr in steuerlich teuren Gemeinden reichen kann.
AHV/IV/EO und ALV
AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung), IV (Invalidenversicherung) und EO (Erwerbsersatz für Dienstleistende und Mutterschaft) sind zu einem einzigen Beitrag von 10,6 Prozent zusammengefasst, der hälftig zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden geteilt wird. Dein Anteil beträgt also 5,3 Prozent. Für die AHV/IV/EO gibt es keine Einkommensgrenze. Die ALV (Arbeitslosenversicherung) beträgt 2,2 Prozent des Lohns bis CHF 148'200, ebenfalls hälftig geteilt, womit 1,1 Prozent auf die Arbeitnehmenden entfallen.
Oberhalb von CHF 148'200 fällt ein Solidaritätsbeitrag von je 0,5 Prozent (Arbeitnehmende und Arbeitgebende) an, den dieser Rechner noch nicht abbildet. Wer deutlich über der ALV-Grenze verdient, sollte auf dem darüberliegenden Teil mit einem kleinen Zusatzbeitrag rechnen.
Was ist mit Kantons- und Gemeindesteuer?
Die kantonale Einkommenssteuer in deinem Wohnkanton plus der Steuerfuss deiner Wohngemeinde holen meist mehr Steuern als die direkte Bundessteuer. Der Kantonstarif ist eine eigene progressive Skala und in jedem Kanton anders. Der Steuerfuss (in den meisten Kantonen so genannt, in den französischsprachigen heisst er multiplicateur) ist ein Prozentsatz, der auf den Kantonstarif angewendet wird und so die tatsächliche Rechnung aus Kantons- und Gemeindesteuer ergibt. Die Stadt Zürich liegt bei einem Steuerfuss von rund 119 Prozent; im ländlichen Solothurn oder in Schwyz kann er deutlich tiefer sein.
Eine vollständige Schweizer Steuerschätzung braucht drei Angaben: Bruttoeinkommen, Wohnkanton und Wohngemeinde. Dieser Rechner deckt der Einfachheit halber nur den Bundesteil ab. Kantonsweise Unterseiten mit den Kantonstarifen und den Steuerfüssen folgen in einer späteren Unterwelle; nimm das Ergebnis vorerst als Bundes-Basiswert und rechne je nach Wohnort 10 bis 25 Prozent des steuerbaren Einkommens für den Kantons- und Gemeindeteil hinzu.
Zweite Säule (BVG) und dritte Säule (3a/3b)
Das Schweizer Vorsorgesystem ruht auf drei Säulen. Die erste Säule (AHV/IV/EO) sichert eine staatliche Grundrente und ist für alle Einwohnenden obligatorisch. Die zweite Säule (BVG, die berufliche Vorsorge oder Pensionskasse) ist für Arbeitnehmende ab einer Lohnschwelle obligatorisch. An die zweite Säule zahlen Arbeitnehmende und Arbeitgebende; der Anteil der Arbeitnehmenden hängt vom Alter und vom konkreten Vorsorgeplan ab. Dieser Rechner bildet die BVG-Beiträge noch nicht ab, weil sie zu stark variieren; sie senken den Bruttolohn je nach Alter typischerweise um 5 bis 12 Prozent.
Die dritte Säule teilt sich in 3a (gebunden, mit jährlicher Obergrenze und Abzug) und 3b (frei, ohne besondere Steuervorteile ausser bei der kantonalen Vermögenssteuer). Die Vorsorge-Eingabe des Rechners bezieht sich nur auf die Säule 3a und ist sowohl bei der Bundes- als auch bei der Kantonssteuer abziehbar; die Bundesersparnis ist hier bereits berücksichtigt. Die kantonale Ersparnis auf der Säule 3a fällt meist höher aus als die Bundesersparnis und bringt je nach Kanton weitere 1,5 bis 5 Prozent.
Was dieser Rechner nicht enthält
Die kantonale Einkommenssteuer (die grösste der drei Steuerschichten, je nach Kanton sehr unterschiedlich). Den Steuerfuss der Gemeinde (variiert innerhalb jedes Kantons). Die BVG-Beiträge der zweiten Säule (je nach Alter und Plan meist 5 bis 12 Prozent des Bruttolohns). Die Kirchensteuer für Mitglieder anerkannter Landeskirchen in den Kantonen, die sie erheben. Die Quellensteuer für ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C. Den Verheiratetentarif und Kinderabzüge. Die Vermögenssteuer, die eine eigene Steuer ist. Den Solidaritätsbeitrag auf ALV-Lohn über CHF 148'200. Für Angestellte ist der hier gezeigte Bundesbetrag für den Tarif 2025 exakt; die Schicht aus Kantons- und Gemeindesteuer kommt je nach Wohnort meist mit 10 bis 25 Prozent des steuerbaren Einkommens obendrauf.