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Brutto-Netto-Rechner Sachsen-Anhalt 2025: Einkommensteuer und Sozialversicherung

Brutto-Netto in Sachsen-Anhalt für 2025 berechnen: Einkommensteuer, Sozialabgaben und Soli. Kontext zur Intel-Megafab in Magdeburg, plus 9 Prozent Kirchensteuer.

Brutto-Netto-Rechner Sachsen-Anhalt 2025 (Einkommensteuer + Sozialabgaben + Magdeburg/Intel)

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Net annual take-home
26.422,54 €
Net per month
2.201,88 €
Net per paycheck (biweekly)
1.016,25 €
Federal income tax
9.313,46 €
Krankenversicherung (employee share)
3.912,00 €
Pflegeversicherung (employee share)
864,00 €
Rentenversicherung (employee share)
4.464,00 €
Arbeitslosenversicherung (employee share)
624,00 €
Total taxes
19.177,46 €
Effective tax rate
39,95 %
  • Estimates use 2025 DE tax tables. Consult a tax professional before filing.

Sachsen-Anhalt ist ein mittelgroßes ostdeutsches Bundesland mit rund 2,2 Millionen Einwohnern. Landeshauptstadt ist Magdeburg. Das Land hatte nach 1990 einen schwierigen Wandel mit Bevölkerungsrückgang und langsamerem Wachstum als Sachsen oder Thüringen, erlebt nun aber einen deutlichen Aufschwung durch die 2022 angekündigte Intel-Halbleiterfabrik in Magdeburg (Bau 2025 im Gange, Produktion für 2027 bis 2028 geplant). Über Intel hinaus gibt es eine starke Chemieindustrie rund um Leuna und Bitterfeld (ein bedeutender deutscher Chemiepark), Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Eine Landeseinkommensteuer gibt es in Deutschland nicht. Die Kirchensteuer in Sachsen-Anhalt beträgt 9 Prozent der Einkommensteuer.

Dieser Rechner verwendet den Einkommensteuer-Grundtarif des Bundes für 2025 sowie die Beitragssätze der Sozialversicherung.

Zur groben Einordnung: Eine alleinstehende Person mit 55.000 € in Magdeburg und 2.400 € bAV-Beitrag behält nach Einkommensteuer, Sozialabgaben und Soli etwa 33.800 € netto. Das Land hat die niedrigsten Lebenshaltungskosten unter den deutschen Bundesländern (Wohnungspreise in Magdeburg im Median bei rund 2.400 bis 3.000 € pro Quadratmeter, weniger als die Hälfte großer Städte im Westen), kombiniert mit wachsenden Beschäftigungschancen im Hightech-Bereich durch Intel und die Chemie.

Die Kirchensteuer liegt bei 9 Prozent. In Ostdeutschland ist die Kirchenmitgliedschaft niedrig (etwa 15 bis 20 Prozent), eine Folge der staatlich verordneten Konfessionslosigkeit zu DDR-Zeiten.

Alle Werte sind Schätzwerte zur Orientierung, keine Steuerberatung.

Frequently asked questions

2 questions answered

Ursprünglich war der Produktionsstart für 2027 geplant. 2024 kündigte Intel an, das Projekt im Rahmen des breiteren Konzernumbaus zu verzögern und zurückzufahren; der aktualisierte Zeitplan ist Stand 2025 ungewiss. Der Standort gilt offiziell weiter als geplant, mit erheblichen zugesagten Zuschüssen aus dem European Chips Act, doch der tatsächliche Betriebsstart könnte sich auf 2028 bis 2030 oder später verschieben.

Intel Magdeburg: Europas größte Halbleiterinvestition

Intel kündigte im März 2022 an, in Magdeburg zwei Halbleiterfabriken zu errichten, mit ursprünglich geschätzten Gesamtinvestitionen von 17 Milliarden Euro (später auf rund 30 Milliarden Euro erhöht). Das Projekt wäre die größte ausländische Direktinvestition der deutschen Geschichte und eine der größten Halbleiterfabriken Europas.

Die Magdeburger Werke sollen fortschrittliche Chips (ursprünglich auf eine Prozesstechnologie von 1,8 Nanometern ausgelegt) für europäische Kunden fertigen. Das Projekt hat sich verändert: 2024 kündigte Intel an, den Bau zu verzögern und das Vorhaben im Rahmen des breiteren Umbaus unter Pat Gelsinger zurückzufahren. Stand 2025 gilt das Projekt offiziell weiter als geplant, allerdings mit ungewissem Zeitplan. Die EU- und Bundeszuschüsse nach dem European Chips Act bleiben erheblich.

Im Betrieb würden die Fabriken rund 3.000 bis 4.000 Menschen direkt beschäftigen und viele weitere bei Zulieferern und Dienstleistern. Die wirtschaftliche Wirkung auf Magdeburg und das Umland wird in der breiteren Zulieferkette auf Zehntausende Arbeitsplätze geschätzt.

Für eine Halbleiter-Ingenieurin oder einen Halbleiter-Ingenieur in Magdeburg mit 62.000 € (heute oder künftig bei Intel) sieht das Netto ungefähr so aus:

  • Einkommensteuer: ca. 15.000 €
  • Krankenversicherung: ca. 5.200 €
  • Pflegeversicherung: ca. 1.100 €
  • Rentenversicherung: ca. 5.800 €
  • Arbeitslosenversicherung: ca. 810 €
  • Soli: ca. 120 €
  • Abzüge gesamt: ca. 28.030 €
  • Netto: ca. 33.970 €

Identisch zu anderen Bundesländern bei gleichem Einkommen. Die sehr niedrigen Lebenshaltungskosten in Magdeburg machen das real verfügbare Einkommen deutlich höher als im Westen.

Chemieindustrie in Leuna und Bitterfeld

Der Chemiepark Leuna (südlich von Halle) und der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen sind bedeutende Standorte der deutschen Chemieindustrie mit Wurzeln in der DDR-Zeit. Zu den großen Betreibern zählen InfraLeuna (Betreiber des Leuna-Parks), TotalEnergies (Raffinerie in Leuna), Linde (Industriegase), DowDuPont sowie diverse weitere Chemie- und Biochemieproduzenten.

Der Leuna-Park gehört flächenmäßig zu den größten integrierten Chemiestandorten Europas. Der Bitterfelder Park war ein zentraler Ort für die Neuordnung der europäischen Chemieindustrie und die Wiederbelebung von Industriebrachen.

Magdeburg und Halle: die wichtigsten Städte

Magdeburg (rund 240.000 Einwohner) ist Landeshauptstadt und Sitz vieler Landesbehörden, der Otto-von-Guericke-Universität und Hoffnungsträger des geplanten Intel-Aufschwungs. Die Stadt hat als hansische und mittelalterliche Stadt historische Bedeutung; der Magdeburger Dom ist einer der frühesten gotischen Bauten Deutschlands.

Halle (rund 240.000 Einwohner) ist die zweite große Stadt des Landes, mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (einer der ältesten Universitäten Deutschlands), einer starken Pharma- und Chemieindustrie und einer lebendigen Kunstszene. Über die S-Bahn ist Halle eng mit dem nur 35 km entfernten Leipzig (in Sachsen) verbunden. Für Beschäftigte heißt das in der Praxis: Wer in Halle wohnt, kann den Leipziger Arbeitsmarkt mitnutzen, ohne die höheren Wohnkosten der sächsischen Nachbarstadt zu tragen. Diese enge Verflechtung macht den mitteldeutschen Raum um Halle, Leipzig und das Umland zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, auch wenn er auf zwei Bundesländer verteilt ist. Am Netto ändert die Landesgrenze dabei nichts, da die Einkommensteuer bundeseinheitlich geregelt ist und nur der Wohnsitz über das zuständige Finanzamt entscheidet.

Demografie und der Wandel seit 1990

Sachsen-Anhalt hat seit 1990 einen erheblichen Bevölkerungsrückgang erlebt, vor allem durch die Abwanderung jüngerer Arbeitskräfte in den Westen oder andere europäische Länder. Das Land versucht, diesen Trend durch Industrieinvestitionen (Intel und den Ausbau der Chemie) und eine bessere Lebensqualität zu stoppen und umzukehren. Der Anteil der über 65-Jährigen ist höher als in den meisten anderen Bundesländern, mit Folgen für Landesdienste und die Sozialsysteme.

Kulturerbe und UNESCO-Stätten

Sachsen-Anhalt hat die höchste Dichte an UNESCO-Welterbestätten unter den deutschen Bundesländern: die Bauhaus-Stätten in Dessau, die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, die mittelalterliche Altstadt von Quedlinburg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und der Naumburger Dom. Diese Kulturstätten tragen einen erheblichen Teil zum Tourismus und zur Beschäftigung im Kulturbereich bei.

Was dieser Rechner nicht abbildet

Kirchensteuer von 9 Prozent für Kirchenmitglieder in Sachsen-Anhalt. Soli bei hohen Einkommen. Zusatzbeitrag der Krankenversicherung. Grundsteuer. Intel-spezifische Arbeitgeberleistungen, sobald die Magdeburger Fabrik in Betrieb ist. Für eine genaue Steuererklärung nutzen Sie Elster Online oder eine Steuersoftware. Das Finanzamt des Wohnsitz-Bundeslands bearbeitet alle Fragen zur Einkommensteuer; in Sachsen-Anhalt gibt es rund 14 Finanzämter.

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